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richtig lüften

Lüften, auch an nasskalten Wintertagen?

An einem kalten Wintertag, mit Regen, Schnee oder auch Nebel zu lüften, ist eine Empfehlung die zunächst widersinnig erscheint.

Aber man spricht deshalb von der relativen Luftfeuchte, weil ihre Feuchtigkeit oder ihr Wassergehalt von der Temperatur abhängig ist. Die "feuchte Suppe" draußen ist kalt. Und kalte Luft kann nur wenig oder gar keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen. Gelangt diese Luft jedoch in die Wohnung, wird sie erwärmt. Und nun kann sie ein Vielfaches an Wasser aufnehmen. Schon nach wenigen Minuten Stoßlüftung kann man an der Digitalanzeige des DTH-10-S beobachten, wie die relative Luftfeuchtigkeit rapide abnimmt!
Den Zusammenhang von Lufttemperatur und der maximalen Menge Wasser, welche die Luft aufnehmen kann, macht die nachfolgende Tabelle deutlich, wobei von der Wasseraufnahmemenge in 50 m³ Luft ausgegangen wird. Je wärmer die Luft, umso mehr Wasser kann sie aufnehmen und binden:

Lufttemperatur  |  max. Wassermenge  |  rel. Feuchte
-    7°C      110 Gramm Wasser      100%
     0°C      220 Gramm Wasser      100%
+ 10°C      440 Gramm Wasser      100%
+ 15°C      500 Gramm Wasser      100%
+ 20°C      850 Gramm Wasser      100%
+ 23°C    1000 Gramm Wasser      100%
Man sieht also, dass 50m³ Luft an einem kalten Wintertag von -7° C maximal 110 Gramm Wasser aufnehmen kann. Gelangt diese kalte und eigentlich gesättigte Luft nun durch Lüften in die Wohnung und würde sich auf + 23° C erwärmen, kann sie mehr als die neunfache Menge Wasser binden. Durch einen erneuten Luftaustausch mit kalter Außenluft wirft man quasi die zu hohe Feuchtigkeit einfach aus dem Fenster.

Jetzt werden Sie vielleicht denken: "Dann geht ja meine teure Heizungswärme auf die Straße."

Es wird immer wieder befürchtet, die neuen dichten Isolierglasfenster "aufzureißen" und hin- und wieder eine Stoßlüftung zu machen, bedeutet "zum Fenster hinaus zu heizen". Bewusste Energiesparer wird dies verwirren. Es scheint im Gegensatz zum sparsamen Umgang mit Heizenergie zu stehen. Dabei wird oft nicht berücksichtigt, dass für eine Stoßlüftung in der Regel nicht länger als 10 Minuten erforderlich sind, um die Raumluft auszutauschen. Es wird zwar etwas frisch, aber die Wände kühlen nicht so schnell ab. Schon nach wenigen Minuten hat die Raumluft ihre Temperatur erlangt, die sie dank der Speicherwirkung der Wände vor dem Lüften hatte.

Neben dem Erhalt gesünderer Luft sparen Sie sogar Geld durch ein richtiges Lüftungsverhalten!

Die nun trockenere Raumluft lässt sich mit viel weniger Heizenergie behaglich halten, als die vorher feuchte Luft. Gegen feuchte Luft kann man mit noch so viel Energie anheizen, es bleibt immer unbehaglich in der Wohnung. Dies bedeutet: Energiesparen heißt: hin und wieder eine Stoßlüftung (keine Dauerlüftung!) durchführen. Wie oft und wie lange, darüber informieren z.B. die Messwerte des Wohnklimamessgerätes DTH-10-S. Wenn die Raumluft vor dem Lüften eine rel. Feuchte von z. B. 75% hatte und wenn bereits nach 5 Minuten Stoßlüftung die Anzeige nur noch 35% rel. Feuchte zeigt, wäre es nicht sinnvoll noch lange weiter zu lüften.

Ist Heizen durch offen lassen der Türen innerhalb der Wohnung ok?

Je wärmer die Luft, um so mehr Wasser kann sie aufnehmen. Wenn nun jedoch warme Luft abgekühlt wird, steigt der relative Feuchtegehalt bis zum Sättigungsgrad (100% r. F.). Bei weiterer Abkühlung wird das überschüssige Wasser in Tröpfchenform ausgeschieden. Die Temperatur bei der dies passiert, nennt man den Taupunkt. TaupunkttabelleAnhand der nebenstehenden Taupunkttabelle und z.B. mit Hilfe der Messwerte des DTH-10-S, kann leicht der Taupunkt der Raumluft ermittelt werden. Wenn das Gerät z. B. Lufttemperatur mit 22° C anzeigt und die rel. Feuchte 70% beträgt, so kann man aus der Tabelle im Schnittpunkt die Taupunkttemperatur von 16,3° C ablesen. Dies bedeutet, dass diese Luft, z. B. im Wohnzimmer gemessen, an allen Stellen die kühler als 16,3° C sind, kondensieren muss. Das kann eine kalte Flasche Bier aus dem Kühlschrank sein, aber auch eine kalte, nicht geheizte Wand (z. B. Schlafzimmer), auf welche diese warme feuchte Luft, durch offen lassen der Schlafraumtür gelangt. Dort wird ihr Taupunkt erreicht und es treten Tröpfchen auf, die dann früher oder später Stockflecken und Schimmelpilz verursachen. Hätte die Luft nur einen Feuchtegehalt von z.B. 45%, so liegt Ihr Taupunkt nach der Tabelle bei 9,5° C. Die Wände müssten also erheblich kälter sein als vorher, nämlich weniger als 9,5° C an der Oberfläche, damit die Luft daran Ihren Taupunkt erreicht und kondensiert.

Wenn man nun z. B. morgens, bevor man zu Arbeit geht, die Heizung ganz abdreht, sind die Wände nach einigen Stunden ausgekühlt. Dreht man nun abends (oder auch schon mittags) die Heizung wieder auf, wird zwar die Raumluft-Temperatur schnell steigen; die Wände aber bleiben noch Stunden kalt. Und nun kondensieren Atemluft, Kochdunst oder Schwaden aus der Dusche oder dem Geschirrspüler auf den kalten Wänden (vornehmlich in den Raumecken) oder unter / hinter irgendwo über längere Zeit hingestellte Dinge und Möbel, weil da die Heizungsluft am schwierigsten hinkommt oder an den kalten Fensterlaibungen, weil jemand das Fenster längere Zeit auf Kipp stehen hatte. Besser ist es, die Heizung immer ein wenig (noch im Wohlfühlbereich) laufen zu lassen, damit die Wände nicht auskühlen. Dies spart übrigens mehr Energie, als das vollständige Zu- und wieder Aufdrehen der Heizung (wie beim Anfahren und Anhalten in der Autoschlange). Mit den Messwerten des elektronischen Wohnklimamessgerätes DTH-10-S wird man jederzeit informiert, um während der Heizperiode das Raumklima durch entsprechendes Lüften und Heizen zu optimieren. Dies spart Heizenergie und beugt Feuchteschäden vor.

Wieviel Heizenergie kann man durch kontrolliertes Lüften einsparen ?

Luft von 22°C und 45% rel. Feuchte hat einen Wärmeinhalt (Enthalpie) von 40,9 kj/kg (Kilojoule je Kilogramm) der Wärmeinhalt beträgt bei 70% r. F. = 51,6 kj/kg bei 80% r. F. = 55,9 kj/kg bei 90% r. F. = 60,3 kj/kg. Dies bedeutet im Klartext, dass man, um die Raumtemperatur von 22°C und 45% rel. Feuchte zu halten, bei einem Anstieg der Luftfeuchte auf 70%, rund 26% mehr Heizenergie benötigt. Beträgt die Feuchte 80% sind es schon 37% und bei 90% r. F. sind es sogar 47% mehr an Heizkosten gegenüber der Luft von 45% r. F. Selbst bei einer Erhöhung auf nur 60% r. F. beträgt der Heizenergie-Mehraufwand rund 16%!
Dieser physikalische Zusammenhang ist völlig unabhängig von der konstruktiven Ausführung eines Gebäudes.

Die größten Probleme entstehen z.B. durch falsches Verhalten nach dem Duschen, dem Wäsche waschen bzw. vor allem dem Trocknen derselben und mit dem Umgang des Geschirrspülers.
Beim Duschen ist es wichtig, die Tür geschlossen zu lassen, damit die warme feuchte Luft nicht in die Wohnung gelangt. Nach dem Duschen die Heizung abdrehen, für 5-10 Minuten das Fenster ganz öffnen und danach die Heizung wieder andrehen. Die warme feuchte Luft wurde gegen kühlere (egal bei welchem Wetter, sie muss nur klühler sein) ausgetauscht und bekommt die Chance beim sich Erwärmen neue Feuchtigkeit aus dem Raum zu binden und mit einem etwas späteren erneuten Luftaustausch ganz los zu werden.
Beim Wäsche in der Wohnung Waschen bzw. zu trocknen ist es genau wie beim Duschen. Das macht man, wenn es keinen Waschraum außerhalb der Wohnung gibt, da wo auch geduscht wird. Und zwar genauso: Die warme feuchte Luft muss durch kurzes intensives Stoßlüften nach draußen und darf auf keinen Fall Richtung Wohnung durch eine offene Tür.
Der Geschirrspüler ist am Einfachsten: Er wird abends angestellt und die Klappe erst wieder am nächsten Morgen geöffnet, wenn darin alles abgekühlt ist. So können keine feuchtwarmen Luftschwaden entweichen.

Ist doch eigentlich alles ganz logisch und recht einfach umzusetzen, oder?

Ideales Klima

Als ideal für ein Klima in Wohnräume gelten in etwa folgende Werte: ca. 40%... bis ...60% rel. Luftfeuchte und ca. 20°... bis 25° C Raumtemperatur. Im Schlafraum sollte die Temperatur nicht unter 18° C sinken und möglichst auf Pflanzen verzichtet werden. Bewährt hat sich hier ein Bereich zwischen 18 und 22° C. Im Sommer, bei sehr warmen und schwülen Wetter, kann man natürlich die hohe Luftfeuchte in der Wohnung wenig beeinflussen. Aber diese Feuchte richtet normalerweise keinen Feuchteschaden an, da die Wände jetzt ja ebenfalls warm sind. Allenfalls wenn diese Luft in den Keller gelangt, wird sie an kalten Wasserrohren oder sonstigen kalten Stellen kondensieren.

Klimatherm DTH-10-S   
Geben Sie den Stockflecken und Schimmelpilzen keinen unnötigen Nährboden! 
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Besonders sinnvoll ist es, ein angepasstes neues Lüftungsverhalten zu erlernen und auch beizubehalten, wenn man in eine neue Wohnung einzieht oder wenn an der bisherigen Wohnimmobilie energetische Sanierungen durch Fenstertausch und/oder eine zusätzlich gedämmte Gebäudehülle durchgeführt wurden. Es ist zur eigenen und gesunden Wohnumgebung unbedingt nötig die überschüssige Feuchtigkeit zu erkennen und rechtzeitig raus zu befördern; dass man es selbst auch macht und nicht unterschätzt!

Bedienungsanleitung »